15. Januar 2012

Rosa und Karl, in ehrendem Gedenken

93 Jahre ist es her, dass rechte Freikorps in trauter Zusammenarbeit mit Teilen der Sozialdemokratie Rosa und Karl auf brutale Art ermordeten; ihr Tod steht stellvertretend für die Morde an Tausenden Vertretern der revolutionären Arbeiterbewegung, die ihren Kampf für ein besseres Deutschland mit dem Leben bezahlten.

Rosa und Karl stehen für den Teil der revolutionären Arbeiterbewegung, in deren Tradition wir uns stellen; sie forderten bereits im Kaiserreich Soldaten und Arbeiter auf, die Waffen nieder zu legen, die Befehle zum Krieg zu verweigern, sich dem Kriegsdienst nicht zu unterwerfen.

Wie sie damals stehen wir heute für eine kompromisslose Friedenspolitik, fordern wir dazu auf, sich der Kriegspolitik der Bundesregierung für weltpolitischen Einfluss, Kontrolle fremder Ressourcen und Handelswege entgegen zu stellen.

Wie schon Karl Liebknecht 1915 schrieb, „Der Feind steht im eigenen Land“ so ist uns dies auch heute mehr denn je bewusst. Wir haben nichts gemeinsam mit der Deutschen Bank, mit Heckler und Koch oder dem Springer-Verlag! Ihr viel besungenes „gemeinsames Boot“ in dem wir alle sitzen sollen ist vielmehr eine Galeere, bei dem die genannten das Sonnendeck bevölkern, während sie für uns die Ruderbänke vorgesehen haben.

Unsere Gemeinsamkeiten liegen bei den Völkern der Welt, die sich erheben gegen die Ungerechtigkeit, gegen das Diktat der Banken und Konzerne und gegen die Kriege zur Sicherung der bestehenden Ordnung. Unsere Solidarität gilt den Griechen und Portugiesen, die gegen ihre Ausplünderung auf die Straße gehen, gilt den Völkern Südamerikas, die sich versuchen, vom bedrückenden Einfluss der USA zu emanzipieren und all denen, die aufrecht stehen im Kampf gegen Krieg, Rassismus und Ausbeutung

In diesem Sinne versuchen wir, den von Rosa und Karl begonnenen Weg fort zu setzen, den Weg hin zu einer gerechten Gesellschaft, in der die Völker der Welt in Frieden und gegenseitiger Achtung miteinander leben. Ihr Vorbild soll uns den Weg weisen.